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Kommentar
zur soeben beendeten 39. SMM 2007/08 Man kann wohl betonen, dass die kürzlich beim Finale in Klausen am
15.03.2008 im würdigen (aber sehr engen!) Rahmen abgeschlossene 39. Südtiroler
Mannschaftsmeisterschaft an Spannung, Dramatik und Überraschungen nichts
mehr zu überbieten hatte. Sowohl die Entscheidung um den Landesmeistertitel und die weiteren Podestplätze,
als auch der Kampf gegen den Abstieg lieferten derart viele unerwartete
Wendungen, dass auch der erfahrenste Drehbuchautor keinen
atemberaubenderen Schachkrimi hätte erfinden können. Schon der Umstand, dass in einem einzigen Saal sämtliche Begegnungen
stattfinden, erlaubt es, laufend Berechnungen und Mutmaßungen über den möglichen
Endplatz der jeweiligen Mannschaften anzustellen. Man stelle sich nur vor,
dass zum Beispiel Tramin/Kaltern I einen jeden der ersten fünf Plätze
einnehmen hätte können! Neuer Landesmeister Tramin/Kaltern IJede Mannschaft, die den Landesmeistertitel erringt, hat ihn redlich und
verdient gewonnen. Dies gilt auch im besonderen Maße für die erste Mannschaft der
Spielgemeinschaft Tramin/ Kaltern. Neun Siege und nur zwei Niederlagen reichten für den ersten Platz. Dass die höchsten Siege nie höher als mit 4,5 zu 1,5 ausfielen und dass
die Gesamtbrettpunktezahl lediglich 39 betraf, tut nichts zur Sache. Den Ausschlag gab letztendlich die mannschaftliche Geschlossenheit und
Kompaktheit. Die Niederlage gegen Gröden in Höhe von 0,5 zu 5,5 kam hauptsächlich
deshalb zustande, weil den Überetschern drei Stammspieler fehlten und
durch Mirko Waldner, Alex Unterkofler und Klaus Unterkofler ersetzt werden
mussten, welche somit das einzige Mal zum Einsatz kamen (jeweils 0 aus 1).
Ansonsten trat das Sextett bestehend aus Alexander Bertagnolli (7 aus 10),
Gerhard Bertagnolli (6 aus 11), Nicholas Paltrinieri (8 aus 11, bestes
Ergebnis seiner Mannschaft!), Giovanni Dallaglio (3,5 aus 10), Elmar
Thaler (7,5 aus 9) und Horst Kerschbaumer (4,5 aus 9) mit bemerkenswerter
Regelmäßigkeit an. Sigmund Roner bildete dabei eine verlässliche
Reserve (2,5 aus 3). Ein herzliches Bravo nochmals an Tramin/Kaltern I, über dessen Mannschaft
wohl auch der Geist des allzu früh verstorbenen Paul Widmann wachte. Vizemeister Bruneck/Brixen IEs ist sicherlich bitter, den greifbar nahen Landesmeistertitel in wahrlich
letzter Minute zu verlieren. Dass dabei auch gar ein dritter Platz
herausschauen hätte können, ist ein schwacher Trost. Die Brettpunktezahl war mit 49,5 die höchste der gesamten Meisterschaft.
Jedoch reichten acht Siege und ein Unentschieden nur für 17
Mannschaftspunkte, waren doch die Niederlagen in den letzten beiden Runden
(!) gegen Naturns I und Gröden entscheidend. Wenn man die Einzelergebnisse überprüft, haben alle Spieler positive
Resultate erbracht. Hervorzuheben sind dabei jene von Michael Sader (9 aus
11), Andreas Peintner und Daniel Brenninger (jeweils 8,5 aus 11). Aber
auch jene von Carlo Micheli (5,5 aus 8), Patrick Moling (6,5 aus 9), Kurt
Trenkwalder (4,5 aus 5), Thomas Kofler (1,5 aus 3), Lukas Wisthaler (3 aus
5), Oswald Kofler (1,5 aus 2) und Stephan Hellweg (1 aus 1) können sich
sehen lassen. Vielleicht hätte bei der Begegnung mit Naturns I die stärkste Aufstellung
antreten müssen? Dass im letzten Spiel Gröden I der ersten Mannschaft der Spielgemeinschaft
der Städte Bruneck und Brixen den Sieg beinahe kampflos überlassen würde,
war wohl nicht zu erwarten. Naturns IÜber den Verlauf und Ausgang des Finalspieles gegen Ehrenburg wird Naturns
I noch wohl lange hadern, hätte doch schon ein Unentschieden für den
ersten Meistertitel gereicht! Vielleicht fehlte es in diesem Zusammenhang einfach an Mannschaftsdenken und
-disziplin. Ebenso wie beim Vizemeister standen acht Siegen und einem Unentschieden zwei
Niederlagen gegenüber. Die erzielten 17 Punkte und eine
Gesamtbrettpunktezahl von 41 reichten für den dritten Platz, ein
Endergebnis, das sich trotzdem allemal sehen lässt! Den überragenden Leistungen der beiden Spitzenbretter Josko Mukic (9 aus
11) und Patrick Scharrer (6 aus 7) folgten die eher durchwachsenen
Ergebnisse von Hans Unterthurner (5 aus 10), Hanspeter Kaserer (5 aus 11),
Martin Torggler (6 aus 11), Norbert Nägele (4 aus 7), Christoph Pichler
(4 aus 6). Zum Einsatz kamen auch die beiden Reserven Thomas Gurschler (1
aus 1) und André Christanell (1 aus 2). Gröden INatürlich war der vierte Platz nicht das gelbe vom Ei. Im Gegensatz zu anderen Mannschaften versuchte Gröden I, auch nach
insgesamt drei Niederlagen, das Beste aus einer verkorksten Meisterschaft
zu machen und noch so weit wie möglich vorne zu landen. Mit acht Siegen und 16 Punkten und 43 Brettpunkten wurde in letzter Sekunde
Gries Bozen I überholt. Dass es mehr hätte werden können, beweist der Umstand, dass zum ersten
Platz lediglich noch zwei Mannschaftspunkte fehlten und dass sowohl der
Landesmeister als auch der Vizemeister besiegt wurden. Wiederum erzielte Ruben Bernardi das beste Einzelergebnis (8 aus 11). Die
Resultate der anderen Bretter: Rainer Demetz (7,5 aus 11), Martin
Oberrauch (2 aus 3), Thomas Moroder (5 aus 10), Stefan Moroder (6,5 aus
8), Christian Grossi (7 aus 11), Franz Prinoth (4,5 aus 9), Matteo Scola
(1 aus 1), Milan Pocuca (1 aus 1) und Franz Schrott (0,5 aus 1). Andere MannschaftenGries Bozen I verfehlte mit 14 Punkten und gar 45 Brettpunkten denkbar knapp
den dritten Gesamtrang. Ein Sieg gegen den neuen Meister Tramin/Kaltern I
hätte dies ermöglicht und die Überetscher gar auf den fünften Platz
zurückgedrängt! Ehrenburg I nahm schließlich noch den sechsten Platz ein, punktegleich vor
Klausen I an siebter Stelle mit ebenfalls 10 Punkten. Richter/Lask Bozen I belegte den achten Rang mit 9 Punkten. Überraschend die Leistung von Tramin/Kaltern II, das mit 8 Punkten den
neunten Platz einnahm, während in letzter Sekunde Bruneck/Brixen II mit 6
Punkten sensationell den rettenden zehnten Rang mit einem Sieg gegen
Klausen einfuhr. Den Weg in die B-Liga müssen Arci Bozen I mit 5 Punkten und Naturns II mit
2 Punkten antreten.
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